Umzug mit Aufzug in Berlin Hellersdorf: was in die Kabine passt
Ein Aufzug im Haus bedeutet nicht, dass der Umzug durch den Aufzug läuft. Entscheidend sind zwei Maße: ob das längste Möbelstück in die Kabine passt und wie weit es vom Wagen bis zu dieser Kabine ist. Beides messen wir beim Aufmaß und schreiben ins Angebot, was über die Treppe oder über einen Möbellift geht.
- Der Regelfall im Ortsteil ist der fünf- bis sechsgeschossige Block, und dort ist ein Aufzug nicht selbstverständlich
- Geschosshöhe 2,80 Meter beim Typ WBS 70: sechs Geschosse sind rund 17 Meter über dem Gehweg
- Kabinenmaße behaupten wir nicht, wir messen sie vor dem Termin nach
- Der Weg vom Halteplatz bis zum Aufgang wird mitgemessen und steht im Angebot
Zahlen, die vor dem Angebot feststehen müssen
Der Bautyp WBS 70 ist mit 644.900 Wohneinheiten der verbreitetste Plattenbautyp der DDR und stellt rund 42 Prozent aller 1,52 Millionen Wohnungen in Plattenbauweise. Von diesem Typ sind ein paar Kennwerte belegt, und die reichen für eine seriöse Kalkulation: Geschosshöhe 2,80 Meter, Geschosszahl primär fünf, sechs oder elf, Gebäudetiefe 10,80, 12,00, 14,40 oder 15,00 Meter, Modulraster 1,20 Meter bei einem Grundraster von 6,00 mal 6,00 Metern. Mit diesen Zahlen lässt sich rechnen statt schätzen: sechs Geschosse sind rund 17 Meter, elf rund 31 Meter, zwölf rund 34 Meter.
Die amtliche Untersuchung der Berliner Großsiedlungen beschreibt die Großsiedlung Hellersdorf als ganz überwiegend sanierte Plattenbauten mit fünf bis sechs Geschossen. Höher wird es nur an benannten Stellen: drei zwölfgeschossige Punkthäuser am Cecilienplatz und elfgeschossige Blöcke in Kaulsdorf-Nord I mit terrassenförmig abgestuften Südgiebeln, während Kaulsdorf-Nord II wieder fünf- und sechsgeschossig ist. Daraus folgt die wichtigste Aussage dieser Seite, und sie richtet sich zuerst an uns selbst: Wer im Regelfall pauschal mit einem Aufzug kalkuliert, kalkuliert falsch. Die Geschosszahl ist von der Straße aus abzählbar, und das ist die einfachste Frage am Telefon.
Die Strecke zwischen Wagen und Kabine
In der Großsiedlung steht der Wagen fast immer, und genau deshalb liegt die Arbeit hinter dem Halteplatz: Viele Aufgänge liegen im begrünten Blockinneren, erreichbar über einen Fußweg, auf den kein Fahrzeug darf. Eine Meterzahl dafür gibt es amtlich nicht, und wir erfinden auch keine. Was wir tun, ist messen: Beim Aufmaß wird die Strecke abgeschritten und im Angebot festgehalten, zusammen mit den Maßen, die im Haus zählen.
Eine Stelle im Ortsteil ist dabei ein Sonderfall, den man kennen sollte: Der Boulevard Kastanienallee ist auf rund 1.000 Metern Fußgängerbereich. Dort kommt kein Fahrzeug vor die Tür, und ein Halteverbot ändert daran nichts. Wer an dieser Adresse wohnt, plant nicht den Halteplatz, sondern den Weg, und rechnet je nach Stockwerk mit einer zusätzlichen Kraft. Der Stundensatz dafür liegt bei ab 25 € je Stunde.
- Abstand vom möglichen Halteplatz bis zur Hauseingangstür, in Metern abgeschritten
- Stufen vor dem Hauseingang und die Breite der Eingangstür
- Innenmaße der Kabine: Breite, Tiefe, lichte Höhe und die Türöffnung
- Das längste Einzelstück im Haushalt, meist Sofa, Schrankwand oder Matratze
- Ob der Aufzug für den Umzug abgestellt und die Kabine ausgekleidet werden darf
Womit gearbeitet wird, wenn die Kabine nicht reicht
Passt ein Stück nicht in die Kabine, geht es über die Treppe, und dafür zählt weniger die Etage als der Grundriss des Treppenhauses: enge Podeste und gewendelte Läufe kosten mehr Zeit als zwei zusätzliche Geschosse in einem geraden Lauf. Gearbeitet wird mit Gurten, Rollbrettern, Treppenkarre und Möbeldecken; der große Wagen hat eine Ladebordwand, sodass schwere Stücke nicht über eine Rampe geschoben werden müssen.
Reicht auch das nicht, kommt der Möbellift ans Fenster oder an den Balkon. Wichtig ist dabei die Rechnung von oben: Bis in die sechste Etage sind es rund 17 Meter, bei elf Geschossen rund 31, bei den zwölfgeschossigen Punkthäusern rund 34. Und wenn der Lift auf öffentlichem Straßenland steht, sind es zwei Anträge und nicht einer: die Sondernutzung für den Lift selbst und die verkehrsrechtliche Anordnung für die Fläche, auf der er steht. Beides läuft über uns, wenn wir den Umzug fahren.
Der Ablauf im Haus
Am Umzugstag wird zuerst der Weg gesichert und nicht der erste Karton getragen: Kabine auskleiden, Türen sichern, Treppenhaus abdecken, wenn die Hausverwaltung das verlangt. Wer sehen will, wie eine solche Wohnung von innen aussieht, kann das nachprüfen: Die Museumswohnung vom Typ WBS 70/11 in der Hellersdorfer Straße 179 hat 61 Quadratmeter und drei Räume, und sie zeigt genau die Grundrisse, um die es hier geht.
Danach läuft es zweigleisig. Kartons und Kleinteile gehen über den Aufzug, lange Stücke über Treppe oder Lift, und beide Wege laufen gleichzeitig, damit die Kabine nicht zum Nadelöhr wird. Ob der Aufzug für die Dauer des Umzugs abgestellt werden darf, entscheidet die Hausverwaltung; wir fragen im Aufmaß danach und richten die Reihenfolge daran aus. Gearbeitet wird an Werktagen, 09:00 bis 18:00 Uhr.
Aufmaß: Kabine, Türöffnung, Laufweg und das längste Möbelstück werden gemessen
Vor dem Termin klären, ob der Aufzug abgestellt und ausgekleidet werden darf
Am Tag zuerst den Weg sichern, dann Kartons über den Aufzug, lange Stücke über Treppe oder Lift
Aufbauen, Schutzmaterial abnehmen, Treppenhaus und Kabine gefegt zurücklassen
Fragen zum Aufzug und zum Aufgang
- Hat jeder Block in Hellersdorf einen Aufzug?
Nein, und das ist der häufigste Irrtum am Telefon. Der Regelfall im Ortsteil ist der fünf- bis sechsgeschossige Block, elf Geschosse gibt es nur in Kaulsdorf-Nord I und zwölf bei den drei Punkthäusern am Cecilienplatz. Zählen Sie die Geschosse von der Straße aus ab und sagen Sie uns die Zahl, dann stimmt die Kalkulation von Anfang an.
- Wie groß ist die Kabine in einem Plattenbau vom Typ WBS 70?
Dazu gibt es keine belastbare allgemeine Angabe, und wir nennen deshalb keine. Belegt sind nur die Gebäudekennwerte, nicht die Aufzugstechnik, und die Maße aus der Barrierefreiheitsnorm gelten für neue Anlagen und sagen über einen Aufzug von 1985 nichts. Wir messen die Kabine beim Aufmaß nach, das dauert zwei Minuten und ist die einzige verlässliche Zahl.
- Was passiert, wenn das Sofa nicht in die Kabine passt?
Dann geht es über die Treppe oder außen am Haus über einen Möbellift, und welche der beiden Möglichkeiten günstiger ist, entscheidet die Etage und der Grundriss des Treppenhauses. Diese Entscheidung fällt beim Aufmaß und nicht am Umzugstag, denn ein Lift muss vorher bestellt und die Fläche dafür beantragt werden.
- Kann der Aufzug für den Umzug reserviert werden?
Das entscheidet die Hausverwaltung, nicht wir und nicht Sie. Wir fragen beim Aufmaß danach, weil die Antwort die Reihenfolge am Umzugstag ändert: Steht die Kabine zur Verfügung, laufen Kartons und Möbel parallel, sonst arbeiten wir zwischen den Fahrten der Nachbarn.
Mehr zu den letzten hundert Metern
- Möbellift Der Aufzug ist da, die Kabine zu kurz: dann geht das Sofa außen am Haus hoch.
- Halteverbotszone Der Halteplatz ist hier selten das Problem, der Weg dahinter schon.
- Hellersdorf-Nord Der dichteste Teil des Ortsteils: Geschossbau ab 1985, Straßenbahn im Weg, Aufgang tief im Block.
- Helle Mitte Zentrum des Ortsteils mit Rathaus, Bürgeramt und Hochschule: viel Lieferverkehr, wenig freie Fläche.
Erst messen, dann rechnen
Nennen Sie uns die Geschosszahl und die Adresse, dann kommen wir zum Aufmaß, messen Kabine und Weg und schicken ein Angebot mit festem Betrag.
- Vor dem Termin prüfen wir, ob Kabine und Türbreite für Ihre Möbel reichen
- Den Weg vom Halteplatz bis zur Wohnungstür messen wir vorher ab
- Wir planen den Tag rückwärts von Ihrem Übergabetermin, nicht umgekehrt
- Was im Angebot steht, steht am Umzugstag auch auf der Rechnung